Anton Bruckner
Du bist wie eine Blume
NGA: XXIII/2, S. 49 f.
Gattung: Vokalquartett
Widmungsempfänger/-in: Männergesang-Verein „Sängerbund“ (Linz)
Autor/-in, Verfasser/-in: Heinrich Heine
Komposition: 05.12.1861.
Tempoangabe: Nicht zu langsam
Tonart: F-Dur
Textincipit: Du bist wie eine Blume so hold und schön und rein
Liedtext
Du bist wie eine Blume,
so hold und schön und rein,
ich schau dich an, und Wehmut
schleicht mir ins Herz hinein.
Mir ist, als ob ich die Hände
aufs Haupt dir legen sollt',
betend, dass Gott dich erhalte
so rein und schön und hold.
Quellen
Autograph
Schreiber/-in: Anton Bruckner; Ferdinand Löwe; August Göllerich; Robert Haas
2 Blätter; 12 Notenzeilen; quer; 25,8x32,7 cm.
Autographe Arbeitspartitur des Vokalquartetts Du bist wie eine Blume. Die Partitur ist in einen mit schwarzem Kunststoff beklebten Kartoneinband gebunden. Auf fol. 1v und 2r wurden Teile des unteren Randes mit aufgeklebten Papierstreifen verstärkt. Der Notentext entspricht dem der Quelle A-WnMus.Hs.19776; abweichend davon sind hingegen die Quellen A-LIsaWAB64 und A-WnMus.Hs.19777.
Auf fol. 1r oben links mit braun-schwarzer Tinte von der Hand Bruckners der Titel sowie links davon die Nachlass-Signatur "No. 20 (L)" mit Bleistift von Ferdinand Löwe und wiederum links davon der Vermerk "Löwe" mit Bleistift von August Göllerich und darunter mit Bleistift von Robert Haas die ÖNB-Signatur "3166".
Die Partitur weist eine Vielzahl an Korrekturen und Streichungen mit braun-schwarzer Tinte von Bruckner auf; durch die Tintenstärke lässt sich erkennen, dass es wenigstens zwei Korrekturläufe gegeben hat. Auf fol. 1r, Z. 9, fol. 1v, Z. 12 und fol. 2r, Z. 5–6 finden sich zudem Bleistift-Korrekturen von der Hand Bruckners.
Fol. 2v ist unbeschriftet. In den oberen äußeren Ecken eine Bleistift-Foliierung von fremder Hand.
Auf fol. 1r Stempel der ÖNB sowie Stempel der Musiksammlung der ÖNB.
A-WnMus.Hs.3166
ÖNB
Autograph
Schreiber/-in: Anton Bruckner
2 Blätter; 1 Bogen; 12 Notenzeilen; quer; 24,4x32,9 cm.
Autographe Partitur des Vokalquartetts Du bist wie eine Blume. Der Notentext entspricht dem der Quelle A-WnMus.Hs.19777; abweichend davon sind hingegen die Quellen A-WnMus.Hs.3166 und A-WnMus.Hs.19776. Der Falz sowie die äußeren Ränder wurden durch aufgeklebte Papierstreifen verstärkt.
Auf fol. 1r oben Mitte mit braun-schwarzer Tinte von der Hand Bruckners der Titel sowie rechts darunter mit schwarzer Tinte von fremder Hand "Ant. Bruckner" notiert.
Die Partitur weist eine Vielzahl an Rasuren und Korrekturen auf; teilweise – wie bspw. auf fol. 1v – sind noch Eintragungen mit Bleistift erkennbar, die möglicherweise von einem Zwischenschritt stammen.
Auf fol. 2r, Z. 4 nach dem Schlussdoppelstrich die brucknertypische Datierung "Linz 5. Dezember [1]861. Anton Brucknerm[anu]p[ropria].".
Fol. 2v ist unbeschriftet. Da die Blätter nicht foliiert sind, wurde eine Foliierung fingiert.
Auf fol. 1r der Stempel "MÆNNER-GESANG-VEREIN SÆNGERBUND IN LINZ" und ein Stempel "87". Auf fol. 2r Stempel der Liedertafel "Frohsinn".
A-LIsakaWAB64
Abschrift
Schreiber/-in: Kopist J. H.; Max Auer
1 Bogen; 2 Blätter; 10 Notenzeilen; quer; 25,5x32,4 cm.
Partiturabschrift des Vokalquartetts Du bist wie eine Blume, die vermutlich vom Kopisten J. H. für August Göllerich angefertigt wurde. Der Notentext entspricht dem der Quelle A-WnMus.Hs.3166; abweichend davon sind hingegen die Quellen A-LIsaWAB64 und A-WnMus.Hs.19777. Der Notentext sowie die Taktstriche sind mit blauer Tinte geschrieben, die Dynamikangaben, Textierung und Voltenklammern hingegen mit schwarzer Tinte.
Auf fol. 1r, Z. 1 mit blauer Tinte vom Kopisten J. H. der Titel sowie rechts davon "Anton Bruckner" notiert. Weiterhin ist vor dem Titel mit rotem Buntstift von fremder Hand ein Kreuz eingezeichnet und über dem Titel mit Bleistift von fremder Hand (möglicherweise Max Auer) "III. S. 101a" vermerkt.
Auf fol. 2r, Z. 10 nach dem Schlussdoppelstrich die Paraphe "H" mit schwarzer Tinte, was vermuten lässt, dass Textierung und Dynamikangaben später hinzugefügt wurden.
Fol. 2v ist unbeschriftet. In den unteren äußeren Ecken eine Bleistift-Foliierung von fremder Hand.
Auf fol. 1v und 2v Stempel der Musiksammlung der ÖNB.
A-WnMus.Hs.19776
ÖNB
Abschrift
Schreiber/-in: Rudolf Peyerl; Max Auer
1 Blatt; 12 Notenzeilen; hoch; 33,0x25,6 cm.
Partiturabschrift des Vokalquartetts Du bist wie eine Blume, die von Rudolf Peyerl angefertigt wurde. Der Notentext entspricht dem der Quelle A-LIsakaWAB64; abweichend davon sind hingegen die Quellen A-WnMus.Hs.3166 und A-WnMus.Hs.19776.
Auf fol. 1r oben Mitte mit schwarzer Tinte von der Hand Peyerls der Titel und rechts darunter "Ant. Bruckner" notiert. Vor dem Titel ist mit rotem Buntstift ein durchkreuzter Kreis eingezeichnet. Weiterhin ist rechts über dem Titel mit schwarzer Tinte von fremder Hand "Nicht in der Öffentlichkeit." und links davor mit Bleistift von fremder Hand vermutlich von Max Auer "zu S. 27" vermerkt. Ebenfalls mit Bleistift finden sich in der Partitur Korrekturen und Ergänzungen von fremder Hand.
Auf fol. 1v, Z. 5–6 vertikal neben dem Schlussdoppelstrich die Paraphe und Datierung "Rudolf Peyerl 1. VIII. 07".
In den unteren Ecken eine Bleistift-Foliierung von fremder Hand.
Auf fol. 1v Stempel der Musiksammlung der ÖNB.
A-WnMus.Hs.19777
ÖNB
Erstdruck
Göllerich, August / Auer, Max: Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild von August Göllerich. [Bd. 2 ff.:] Nach dessen Tod erg. u. hrsg. von Max Auer, Bd. 3 Linz / 2. Notenband (= Deutsche Musikbücherei, begr. und hrsg. von Gustav Bosse, Bd. 38), S. 193–196.
Der Erstdruck ist ein Faksimiledruck des Autographs A-WnMus.Hs.3166.
Göllerich/Auer, Bd. 3/2, 1930.
UB Wien
Zum Digitalisat
Aufführungen
| 16.12.1861 | Redoutensäle, Linz (Sänger/-in: Hermine Ritter; Wilhelmine Ritter; Heinrich Knoll; Alois Weinwurm; Otto Hummel). Uraufführung. "Eine sehr interessante Nummer des Programms war ein gemischtes Quartett von A. Bruckner, welchem H. Heine's schönes Gedicht 'Du bist wie eine Blume' zu grunde gelegt ist. [...] Es wurde zum Triumphe des Compositeurs und der Sänger und Sängerinnen (beide Fräulein Ritter, Weinwurm und Hummel) zur Wiederholung verlangt." (Linzer Abendbote, 18.12.1861.) Nachweis/Beleg: Linzer Zeitung, S. 1185. 'Tagesneuigkeiten'. Linzer Abendbote, Nr. 287, 13.12.1861. 'Gründungs-Fest-Concert des Sängerbundes'. Linzer Abendbote, Nr. 291, 18.12.1861. |
| 01.08.1863 | Volksgarten, Linz (Männergesangverein "Sängerbund"; Dirigent/-in: Alois Weinwurm; Sänger/-in: Klotilde Kainerstorfer; Anna Woborzil; Instrumentalmusiker/-in: Franz Schützenberger). Nachweis/Beleg: 'Linz'. Wiener Theater-Chronik, V. Jg./Nr. 32, 06.08.1863, S. 2.
ANNO ÖNB |
| 08.12.1866 | Redoutensäle, Linz (Männergesangverein "Sängerbund"; Dirigent/-in: Alois Weinwurm; Sänger/-in: Mathilde von Lutterotti; Klotilde Kainerstorfer; Johanna Pagl; Ottilie Pagl; August Wieck; Eduard Hauptmann; Instrumentalmusiker/-in: Emilie Kurzwernhart). Gründungs-Fest-Concert des Männergesangvereins "Sängerbund". Nachweis/Beleg: 'Tagesnachrichten'. Linzer Abendbote, XII. Jg./Nr. 280, 06.12.1866, S. 1.
ANNO-ÖNB |
| 09.12.1888 | Redoutensäle, Linz (Männergesangverein "Sängerbund"; Dirigent/-in: Adalbert Schreyer; Sänger/-in: Marie Spängler; Marianne Schütze; Ludwig Haslinger; Franz Haslinger). Gründungsfestkonzert des Männergesangvereins "Sängerbund": "Von besonderem Interesse war endlich ein gemischtes Vocalquartett 'Du bist wie eine Blume' von Anton Bruckner, gesungen von den Damen Spängler und Schütze und den Herren Ludwig und Franz Haslinger, welches sehr beifällig aufgenommen wurde und wiederholt werden mußte." (Tages-Post, 11.12.1888) Nachweis/Beleg: 'Theater, Kunst und Literatur. Sängerbundconcert'. Tages-Post, IV. Jg./Nr. 284, 11.12.1888, S. 4.
ANNO-ÖNB '31. Gründungsfestconcert des Männergesangvereines "Sängerbund"'. Linzer Volksblatt, XX. Jg./Nr. 285, 12.12.1888,
S. 3.
ANNO-ÖNB |
| 08.12.1894 | Redoutensäle, Linz (Männergesangsverein "Sängerbund"; Dirigent/-in: Adalbert Schreyer; Sänger/-in: Susanne Pelschimovsky; Marie Zelenka; Ludwig Haslinger; Franz Haslinger). 37. Gründungsfest-Concert des Männergesangvereins "Sängerbund". Nachweis/Beleg: 'Sängerbund'. Tages-Post, XXX. Jg./Nr. 278, 05.12.1894, S. 4.
ANNO-ÖNB M. S.: '37. Gründungsfest-Concert des Männergesangvereins "Sängerbund"'. Linzer Volksblatt, XXVI. Jg./Nr. 282, 11.12.1894,
S. 4.
ANNO-ÖNB 'Theater, Kunst und Literatur. Sängerbund-Concert'. Tages-Post, XXX. Jg./Nr. 283, 12.12.1894,
S. 6.
ANNO-ÖNB |
Anton Bruckner-Lexikon online
Andrea Harrandt: Du bist wie eine Blume
ABLO
Bibliographie
Paul Hawkshaw: The Manuscript Sources for Anton Bruckner's Linz Works: A Study of His Working Methods from 1856 to 1868. University Microfilms International: Ann Arbor 1984, S. 342–345.
Zitierlink
„Du bist wie eine Blume – WAB 064“, in: Digitales Werkverzeichnis Anton Bruckner, hg. von Robert Klugseder und Clemens Gubsch (letzte inhaltliche Änderung: 19.02.2020, abgerufen am 09.06.2026), http://www.bruckner-online.at/wab-064.